Paradigmenwechsel in der Laufschuhentwicklung

Weil die Kraft im Zentrum zählt

Andre Kriwet, True Motion-Gründer und Laufschuhentwickler aus Leidenschaft zu Überläufermodellen, zum konventionellen Ansatz der Schuhentwicklung und zum revolutionären, von der Natur inspirierten True Motion-Ansatz, der U-TECH Technologie

Münster, April 2020

Schneller, gedämpfter, riskanter

Fast alle etablierten Marken bringen im Jahr 2020 sogenannte „Super-Schuhe“ auf den Markt. Laufschuhe, die steife Platten aus PEBA (Polyether Block Amide) oder Kohlenstoff (Karbon) in der Mittelsohle verbauen. Ziel ist es, den Läufer schneller laufen zu lassen, wie jüngst beim ersten Marathon unter 2 Stunden. Der neueste Trend zur Befeuerung der milliardenschweren globalen Laufschuhindustrie.

Aber: Nur ungefähr die schnellsten 1 Prozent aller Läufer*innen können und sollten überhaupt mit diesen Schuhen laufen, und auch für sie liegt der laufökonomische Nutzen bei lediglich 1-3 Prozent. Die große Mehrheit unserer etwa 20 Millionen Läufer in Deutschland läuft den Kilometer in 4 Minuten oder langsamer und hat keinerlei Vorteile durch diese Schuhe. Ganz im Gegenteil, es können sogar Probleme auftreten.


Wenn der Läufer auf der Strecke bleibt: Zeit für einen Paradigmenwechsel

Erinnern wir uns an vorangegangene Trends: gestützte Stabilschuhe, die die sogenannte Überpronation eliminieren sollten, minimalistische Schuhe, die das Barfußlaufen imitieren sollten, maximal gedämpfte Laufschuhe, die das Laufen leichter machen sollten.

Allen gemeinsam war: Die Laufschuhindustrie hatte den größten Nutzen von diesen „Innovationen“, der Läufer blieb leider meist auf der Strecke. Das größte Gut eines jeden Läufers ist seine Gesundheit und sein Bestreben ist es, verletzungsfrei zu bleiben.

Doch trotz aller neuen Laufschuhtechnologien müssen wir feststellen: Noch immer verletzen sich ca. 50 Prozent aller Läufer*innen innerhalb eines Jahres.

Und diese Zahl ist seit 30 Jahren nicht geringer geworden. Irgendetwas läuft also leider schief.

Wie oben beschrieben, haben wir (Laufschuhindustrie, Händler und Medien) in den letzten drei Jahrzehnten unseren Läufern ihre Laufschuhe anhand von vermeintlichen Fehlbewegungen (Nachinnenknicken des Fußes) „verschrieben“. Diese Methode bringt allerdings einige schwerwiegende Probleme mit sich:

  • Nicht der Fuß, sondern das Knie ist mit ca. 40 Prozent aller Verletzungen die Stelle, an der Läufer vornehmlich Beschwerden haben.
  • Es gibt keinerlei wissenschaftliche Studien, die eindeutig zeigen, dass die Überpronation der Grund für Verletzungen des Läufers ist. Ganz im Gegenteil, neueste Studien zeigen, dass eine Verringerung des Nachinnenknickens des Fußes zu einer erhöhten Belastung für den Läufer führt.
  • Laufschuhe selbst verändern durch ihre ausladenden Sohlen beim Aufsetzen die natürliche Mechanik des Bewegungsapparates und werden damit zu einem Teil des Problems.

Die Philosophie, durch Stützen und andere Technologien im Laufschuh das Nachinnenknicken des Fußes (die Überpronation) zu verringern, hat sich für die Laufschuhbranche als äußerst dankbar erwiesen. Die Hersteller konnten Technologien entwickeln, um unterschiedliche Ausprägungen des Nachinnenknickens zu „therapieren“. Ganz nach dem Motto: ein bisschen, mehr, am meisten. Und Händler konnten mit Laufbandanalysen und Videos ihren Kunden anschaulich und nachvollziehbar zeigen, wie sehr diese Bewegung durch verschiedene Laufschuhe verringert wird.
Das Problem ist nur: Es hat nicht wirklich etwas gebracht, die Verletzungsrate ging nicht zurück. Auch war dieser Ansatz sehr problemorientiert, denn er stellte in den Vordergrund, was mit dem Läufer vermeintlich nicht in Ordnung ist. Wie beim Arzt. Dabei soll das Laufen doch vor allem eines: Freude und Spaß machen.

 

Der True Motion Paradigmenwechsel: Zentrieren statt stabilisieren

So entstand unser Ansatz: Weg von der Symptombehandlung, hin zur URSACHE des Problems. Kräfte, die durch unseren Körper laufen, sollten zentriert werden.
So wie von der Natur vorgesehen.

Durch herkömmliche Laufschuhe und ihre ausladenden Sohlen werden Kräfte, die beim Laufen entstehen und durch unseren Körper wandern, verschoben. So laufen sie nicht mehr durch die Mittelpunkte von Gelenken, sondern versetzt an ihnen vorbei. Muskeln müssen Mehrarbeit leisten, biologische Strukturen werden nicht physiologisch belastet, es kommt zu den bekannten Beschwerden.

True Motion benutzt eine vom menschlichen Fuß (Ferse) und Knie (Meniskus) inspirierte U-TECH™ Technologie. Kräfte werden zentriert und verlaufen physiologisch durch Gelenkmittelpunkte.

Wir bekommen täglich fast ungläubige Nachrichten begeisterter Läufer*innen, die berichten, dass sie nach Jahrzehnten endlich wieder beschwerdefrei laufen können, ganz ohne Stützen im Schuh oder Einlagen. Sie loben den „Trampolineffekt“ unserer U-TECH™ Technologie, die einfach nur Laune macht, weiterzulaufen.

Andre Kriwet

True Motion Gründer – Geschäftsführer

 

Mehr zur U-Tech ™ Technologie

https://www.truemotion.run

Prof. Dr. Gert-Peter Brüggemann, True Motion-Gründer, Professor für Biomechanik

https://www.truemotion.run/u-tech